Damaskus:

Eine der ältesten kontinuierlich besiedelten Städte der Welt und Hauptstadt des aramäischen Reiches; im Jahre 333-332 wurde die Stadt von Alexander erobert. Gegen 85 B.C. geriet die Stadt in den Einflußbereich der Nabatäer, und 66 B.C. wurde sie von den Römern besetzt. In den Annalen des Christentums ist Damaskus berühmt als Ort der Bekehrung des Paulus. 635 A.D. öffnete sie ihre Tore den Arabern. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das Nationalmuseum, die Tekieh Souleimanieh, die Omayyadenmoschee – der zeitlose Bau war vor dreitausend Jahren ein Tempel und später eine byzantinische Kirche -, der Azem Palast, die Gerade Straße, St.Ananias Haus und St. Paul's Fenster. Damaskus hat ca. 3,151,222 Einwohner.

 

Ezraa:

Hier befindet sich die älteste griechisch-orthodoxe Kirche in Syrien, aus dem Jahre 515 AD, die bis heute in Gebrauch ist und auf den Fundamenten eines antiken Tempels steht; sie ist die älteste Basilika der Welt. Zweihundert Meter weiter steht eine griechisch-katholische Kirche für St.Elias  aus dem Jahre 542 AD.

 

Shahba (Philippopolis):
Nicht weit von Bosra liegt Shahba, eine andere nabatäische und römische Stadt. 244 AD wurde Philippus Arabs Kaiser, der aus dieser kleinen Siedlung stammte, und beschloss, die Stadt zu reorganisieren. Er ließ sie mit neuen Bauten schmücken und nannte sie Philippopolis. Vier ausnehmend schöne Fresken aus dem 4.Jhdt. AD befinden sich im örtlichen Museum.

 

Qanawat:
Qanawat wurde im 1. Jhdt. BC gegründet. Die Stadt ist in der Bibel erwähnt, da die Gegend während der Regierung des Herodes Agrippa unter Straßenräubern zu leiden hatte.  Septimius Severus benannte die Stadt um in "Septima Canatha".

 

Sweida:
Hier liegen die Ruinen eines nabatäischen Tempels und eine große Basilika, die aus dem 4.Jhdt. stammt. Das örtliche Museum zeigt Mosaiken und Skulpturen.

 

Bosra :

Zum erstenmal gegen 1350 BC in ägyptischen Archiven erwähnt, war die Stadt während der römischen Zeit als Bustra bekannt. Der Kaiser Trajan machte sie 106 AD zur Hauptstadt der Provinz Arabia. Die Via Traiana führte durch die Stadt und machte sie zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Zahlreiche römische Kaiser kamen aus diesem Teil des Reiches, oder hatten hier Verwandte, wie Septimius Severus und Phillippus Arabs. Das Amphitheater mit seinen mehr als 10,000 Plätzen wurde im 2 Jhdt. AD gebaut und ist noch immer in gutem Zustand.

 

Palmyra:

Eine Stätte von außergewöhnlicher Schönheit – die Karawanenstadt  Palmyra wird schon auf Tafeln aus dem 19.Jhdt. BC erwähnt. Sie liegt in einer Oase inmitten der Steppe.Die palmyrenische Königin Zenobia machte die Stadt weltberühmt, wurde aber 272 A.D. von den Römern besiegt. 

 

Deir-ez-Zor :

Auf dem Weg von Palmyra nach Deir-ez-zor kann man Al Soukhneh und Qasr Alhir Ash Sharqi besuchen. In Deir-ez-Zor ist das Museum und die alte Brücke sehenswert.Danach wendet man sich nach Südosten, um nach Rahbeh, Dora Eurapos und Mari zu gelangen.

 

Dura – Europos:

Stammt aus der hellenistischen Zeit, 300 BC und war eine Befestigung gegen die Parther. Hier findet sich eines der frühesten Kirchengebäude, sowie Synagogenfresken, die im Nationalmuseum in Damaskus gezeigt werden.

 

Mari:

Gegründet in der Djemdet Naser Periode(3100-2900 B.C.), besetzt von den Akkadern (2700 B.C.), von Sargon (2400 B.C.), seinem Enkel Naram-Sin (2320-2284 B.C.), von den Amoritern (19 cent.) und Hammurabi (1792-1750 B.C.), hatte Mari auch seine eigenen Dynastien. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Tempel und der Königspalast (2000 B.C.) wo sich 25000 Keilschrifttafeln fanden.

 

Resafa (Sergiopolis)
Bereits den Assyrern war es bekannt und wurde in der Bibel erwähnt. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes stand Resafa während der byzantinischen Zeit, als es ein bedeutendes Pilgerzentrum war. Sergius, ein zum Christentum bekehrter römischer Soldat, der zum Märtyrer und Heiligen wurde, gab der Stadt den Namen. Kaiser Justinian verbesserte im 6.Jhdt. die Befestigungen der Stadt, dies konnte allerdings die Perser nicht daran hindern, sie im folgenden Jahrhundert einzunehmen. Der Omayyadenkalif Hisham baute die Stadt im 8.Jhdt. wieder auf und errichtete einen Palast. Später erlitt die Stadt Plünderungen durch die Abbasiden sowie ein Erdbeben. Die Mongolen machten sie dem Erdboden gleich.

 

Raqqa (Nicephorium)
Nach der Legende wurde Raqqa von  Alexander dem Großen gegründet. Während der hellenistischen Zeit hieß es Nicephorium. Die Byzantiner errichteten eine Festung hier. Unter islamischer Herrschaft wurde die Stadt prachtvoll ausgebaut. Der Kalif Hisham ließ zwei Paläste errichten, und der Abbassidenkalif Al Mansur restaurierte die Stadt 754 AD und machte sie zu seiner zweiten Hauptstadt. Ihre strategische Position schützte sowohl Byzanz als auch Baghdad. Schöner und reicher denn je, zog die Stadt den Kalifen Harun al Rashid an, der hier seine Sommerresidenz hatte und ihr den neuen Namen Al Rafiqa gab.

 

Halabiye - Zenobia
Ursprünglich eine römische Garnisonsstadt namens Birtha, wurde es nach dem Sieg des Odenathus über die Perser 270AD zu Ehren der palmyrenischen Königin umbenannt. Während des dritten Jahrhunderts wurde die Stadt von Diokletian befestigt. Justinian baute sie im 4.Jhdt. aus und später errichteten die Araber hier eine Festung.

 

Zalabiye
Die Stadt ist die Schwesterstadt von Halabiye am anderen Ufer des Euphrat. Tatsächlich liegen beide Städte an der schmalsten Stelle des Flusses. Die Funktion von Zalabiye war es, den Fluß zu kontrollieren und die Pilgerströme zum Grab des Sergius in Resafa zu dirigieren. Die Stadt wurde durch ein Erdbeben zerstört.

 

Sednaya

Im Dorf Sednaya finden sich zahlreiche Kirchen und Ikonen.

 

Aleppo:

Neue Forschungen haben ergeben, daß es die Stadt Aleppo bereits seit dreitausend Jahren gibt. Nach der Legende hat Abraham hier gerastet. Der französische Dichter Lamartine fand hier Ruhe und Inspiration. Der östliche Teil der Stadt, mit der gewaltigen Burg, den Suks und Karawansereien, hat seinen orientalischen Zauber bewahrt. 2,124,000 Einwohner. 

 

Apamea:

Eine der großen Städte des Seleukidenreiches,  400 B.C. von Seleucus Nikator begründet, der die Stadt nach seiner persischen Gemahlin benannte. Durch ein Erdbeben im Jahre 1157 A.D wurde die Stadt zerstört. Berühmt sind das römische Theater, die Kolonnaden, der große Bogen und das Antiochiator.

 

Crac des Chevaliers:

Ein hervorragendes Beispiel der Kreuzfahrerarchitektur. Die Burg wurde im Jahre 1110 AD fertiggestellt und blieb für 162 Jahre in der Hand der Kreuzritter.

 

"Tote Städte" ( Saint Simeon, Qalb Lozeh, El Bara, Ain Dara):

Ein außerordentliches Areal, wo sich zahllose Siedlungen auf einer Fläche von 2 000 km² finden.

 

St -Simeon:
Auf Arabisch "Qal’at Semaan", der Ort ist benannt nach dem Heiligen Simeon (4th Jhdt. AD) der hier 42 Jahre auf einer Säule verbrachte, die er ständig erhöhen ließ. Die Byzantiner besetzten und befestigten den Ort im 10.Jhdt. bevor er verlassen und aufgegeben wurde.

 

Qalb Lozeh
Auf Arabisch heißt Qalb Lozeh “Das Herz der Mandel". Hinter dem reizenden Namen verbirgt sich ein kleines Dorf mit einer bemerkenswerten Basilika, die vermutlich als Modell für die anderen Kirchen im Gebiet diente. Sie wurde gegen 450 AD errichtet und war St. Michael und St. Gabriel geweiht.

 

El Bara:
Die Kreuzfahrer kamen 1023 hier an, konnten sich aber nur kurz halten. Heute zeugen eine Kathedrale, vier Kirchen (5. und 6.Jhdt.), Gräber mit Pyramidendach (5.Jhdt), Weinkeltern, zweigeschossige Häuser und eine reiche römische Villa aus dem 3.Jhdt., die später zu einem Kloster umfunktioniert wurde, von der Blütezeit dieser Stadt.

 

Ain Dara:
Um 1190 BC war diese Stadt ein kleines aramäisches Königreich. Neo-Hethitische Völker bauten den Tempel der Ishtar (10.-9. Jhdt BC). Ain Dara, im 7.Jhdt BC zerstört und dreihundert Jahre später wiederaufgebaut, blühte während der römischen Zeit.

 

Dumeir:

84 AD errichteten die Nabatäer hier einen Altar für den Gott Baal Shamin . 245 AD ließ Philippus Arabs hier den Jupitertempel errichten, der später zu einer Festung umgebaut wurde.

 

Hama:

In Hama lohnt sich der Besuch des Museums und der riesigen Wasserräder (Noriahs); von hier aus gelangt man nach Nordwesten nach Qal'aatl'Madieq, Apameia, Qal'aat Sheizar, und der Zitadelle von Misyaf.

 

Ebla:

Dr. Paolo Matthiae war bereits seit 15 Jahren Direktor der Italienischen Archäologischen Mission in Syrien, als er 1975 die Archive des Königspalastes von Ebla fand. Die 15.000 Keilschrift-Tafeln, nahezu 5000 Jahre alt, erzählen die Geschichte des bedeutendsten Königreiches des dritten vorchristlichen Jahrtausends und der frühen Bronzezeit. Mit Hilfe des Sumerischen konnten die Tafeln entziffert werden und zeichnen ein eindrucksvolles Bild dieser frühen Zivilisation. Ebla hatte enge Beziehungen zu den anderen Stadtstaaten zwischen Mittelmeer und Zweistromland. Die Namen von Städten wie Mari am Euphrat, Assur am  Tigris, Kish und Khamazi weiter östlich, ebenso wie Beirut, Byblos, Damaskus und Iram tauchen immer wieder in den Texten der Archive auf. Ebla war nach damaligen Maßstäben eine Großstadt mit 260.000 Einwohnern. Ebla  unterwarf Mari 2480 BC und König Ebrium setzte seinen Sohn Shra-Damu als König über Mari ein. Ebla selbst wurde von dem akkadischen König Sargon und seinem Enkel Naramsin zerstört. Gegen 800 BC begann der Niedergang von Ebla und der Aufstieg der Zivilisation von Ugarit.

 

Ugarit:
Diese Stadt, auf Arabisch Ras Shamra genannt, datiert ins 7.vorchristliche Jahrtausend. Das 2.Jtsd. BC war eine wichtige Periode städtischer Expansion, wie die ausgegrabenen Häuser, Höhlengräber und die beiden Tempel von Dagan und Baal sowie ein Palast belegen. In dem bedeutenden geistesgeschichtlichen Zentrum wurde eine Form der Keilschrift erfunden, das erste Alphabet der Welt.

 

Homs:

Man kann Qal'aat Al Hosn (KRAK DES CHEVALIERS) besuchen, oder Safita mit seiner Zitadelle. Von Safita aus kann man Adraykeesh und Hosn Suleiman erreichen; 1,124,000 Einwohner.

 

Latakia:

Die Stadt liegt am Mittelmeer. Sehenswert: das Museum, Ugarit, Qal'aat Salahiddin (die Zitadelle Saladins ), und man kann freie Zeit am Strand verbringen.

 

Tartous:

Tartus liegt südlich von Latakia, sehenswert sind die Kathedrale, das Museum, Amrit und die Insel Arwad. Von Tartus aus erreicht man Banyas und Qal'aat Almarqab, oder man kann Jableh mit seinem Theater besuchen.

 

 

Maaloula:

Die Einwohner von Maaloula und seiner Umgebung haben bis heute ihr Erbe bewahrt – sie sprechen noch immer Aramäisch, die Sprache Christi. Es gibt zwei Klöster, St. Sergius und St. Thekla . Die Stadt selbst liegt an den Klippen, und der Name “ Maaloula” bedeutet auf Aramäisch „Eingang“. Über dem Dorf liegt eine der ältesten Kirchen Syriens, Mar Sarkis, wo man jahrhundertealte Ikonen bewundern kann.

 

Nabik (Deir Mar Mousa):

Hier gibt es ein Kloster und eine Kapelle aus dem 6.Jhdt. AD, die im 17.Jhdt. aufgeben wurden. Begründet wurden sie wahrscheinlich von Moses dem Schwarzen. Bemerkenswert sind die Fresken aus dem 7. und 11.Jahrhundert.

 

Yabroud:

Dies ist eine prähistorische Fundstätte. Die Byzantiner benutzen die Blöcke des örtlichen Jupitertempels zum Bau einer Kirche, die heute eine wundervolle Ikonensammlung beherbergt.

 

 

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Ebla

Ugarit

Maaloula