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Syrien ist eine der Wiegen der Menschheit. Vor mehr als 8000 Jahren entstanden erste Siedlungen in den fruchtbaren Landschaften am Oberlauf des Euphrat und beim heutigen Damaskus. Schon zu dieser frühen Zeit benutzte man den Pflug; es gab Küstenschiffahrt, steinerne Dörfer und Niederlassungen wurden errichtet, und in Tel Halaf, Ugarit, Mari und Ebla begann man mit der Metallbearbeitung. Durch Syriens wichtige handelsstrategische Position entstanden hier die ersten alphabetischen Schriften der Menschheit.
6,000 B.C. Erste jungsteinzeitliche Siedlungen im Gebiet von Damaskus. 2,000 B.C. Erste Belege für eine Amoritersiedlung beim heutigen Damaskus. 1,000 B.C. Die Stadt wird von Thutmosis III von Ägypten erobert. 732 B.C. Einnahme der Stadt durch den assyrischen König Tiglath Pileser III. 572 B.C. Die chaldäischen Armeen Nebuchadnezzars erobern Syrien und besetzen Damaskus. 539 B.C. Der Perserkönig Kyros nimmt Damaskus ein und macht es zur Hauptstadt der fünften Satrapie des Perserreiches, zu der Syrien, Phönizien und Palästina gehörten. 334 B.C. Alexander der Große erobert Syrien. Erste griechische Siedlungen in Damaskus. 312 B.C. Seleukos Nikator, der Nachfolger Alexanders, ergreift die Macht. 64 B.C. Der römische Feldherr Pompejus integriert Syrien ins römische Reich. 20-30 A.D. Das Christentum kommt nach Damaskus. 31 A.D. Ankunft des Saul [von Tarsus] und seine Annahme seines neuen Namens Paulus nach seiner Bekehrung zum Christentum. 395 A.D. Teilung des Römischen Reiches in Ost- (Byzanz) und West-Rom. Damaskus gelangt unter byzantinische Herrschaft. 635 A.D. Damaskus wird von Khalid ibn al-Walid eingenommen. Islamische Eroberung Syriens. 661 A.D. Der Kalif Mu’awiyya I. macht Damaskus zur Hauptstadt des Omayyadenreiches. 750 A.D. Niedergang der Omayyaden; Damaskus fällt an die Abbassiden und die Hauptstadt des Kalifats wird nach Baghdad verlegt. 969-1076 A.D. Herrschaft der in Kairo regierenden Fatimiden. 1076-1174 A.D. Herrschaft von türkischstämmigen Seldschuken und Atabeghs, einschließlich der Regierung Nur al-Dins (Atabeg) (1146- 1176); Beginn der Kreuzzüge (1096). 1174-1260 A.D. Die Dynastie der Ayyubiden, begründet von Saladin, regiert Damaskus. 1260 A.D. Die Invasion der Mongolen unter Hülagü (Sohn des Dschingis Khan) wird von Sultan Baybars zurückgeschlagen. 1260-1516 A.D. Die ägyptischen Mamluken herrschen über Damaskus. 1400 A.D. Verwüstung von Damaskus durch Tamerlans Mongolen. 1516 A.D. Die osmanischen Türken ergreifen die Macht. 1918 A.D. Die Osmanen werden am Ende des Ersten Weltkrieges durch die vereinten Kräfte der Araber und der westlichen Alliierten aus Syrien vertrieben. 1918-1920 Das Königreich Syrien besteht für zwanzig Monate. 1920-1946 Französische Besatzung. 17.April 1946 Syrische Unabhängigkeit.
Syrien verweist auf eine abwechselungsreiche Landschaft mit vielen Gegensätzen, was ihm seinen besonderen Charme verleiht. Der Europäer reist nach Syrien – beeinflusst vom Namen her - mit der Vorstellung von Sandwüsten in denen Kamele ziehen, und von geheimnisvollen Städten mit ihren bunten lebendigen Basaren. Gewiss, Syrien erfüllt dem Besucher etwas von seiner Vorstellung, aber es überrascht ihn mit vielen ganz anderen Reizen, die für ihn unerwartet sein mögen: Im Winter, hohe oft wochenlang schneebedeckte Berge, im Frühling romantische Täler und blühende Steppen in denen Beduinen mit ihren Herden zelten, im Herbst farbenfrohe Plantagen und Felder von Pistazien, Aprikosen, Granatäpfeln, Baumwolle, Gemüse und Früchten. Syrien ist ein Übergangsgebiet zwischen dem winterfeuchten Mittelmeergebiet im Westen und dem kontinentalen Trockengebiet im Osten. Syrien ist ein Vielvölkergemisch. In diesem Land leben nicht nur viele ethnische Gruppierungen wie Arabern, Kurden, Armenier, Türkmenier, Tscherkessen, und Assyrer sondern auch viele religiöse Gruppierungen, wie Muslime, darunter die Sunniten mit ihren vier Konfessionen, und die Schiiten mit ihren vielen Richtungen. All diese Ethnien und Religionen haben ihre Freiheiten und leben friedlich miteinander, so ist es staatlicherseits her festgelegt, dass die islamischen und die christlichen Feiertage schul- und arbeitsfrei sind. Syrien konnte ein gutes Vorbild für andere Länder sein. Islam und Christentum lebten hier friedlich zusammen und das über Jahrhunderte hinweg, das einmalige Beispiel des friedlichen Zusammenleben beider Religionen ist in Ressafa am Euphrat anzutreffen, wo eine frühchristliche Kathedrale und eine omayyadische Moschee eine architektonische Baueinheit bildeten und das vom 8. bis zum 13.Jh. |
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Cuneiform writing |
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Apamea |
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At Palmyra |
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A Roman Mosaic |
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The Noria Waterwheels |
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The Hamidiyeh Bazaar |
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Wall Decoration |